10 klassiche Fehler

Ärger vermeiden und bares Geld sparen....


Baugenehmigung erforderlich?

Regionale Bauverordnungen, Außenlagen, denkmalgeschützte Fassaden u.v.m. sind Gründe, wo man auch eine Auflage zum Rückbau mit enormen Ärger bekommen kann. Das starre Terrassendach versiegelt Flächen, braucht eine Entwässerung und ist regional unterschiedlich von den Abmessungen begrenzt. Z.B. in Berlin 30qm bis 3m Tiefe baugenehmigungsfrei. Im angrenzenden Land Brandenburg nur 20qm ohne Tiefenbegrenzung. Ausnahmen sind dennoch: Historische Fassaden, Fußgängerzonen, Außenlagen usw..

Tipp vom Terrassendach-Ratgeber:

  • Tipp 1: Erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Bauamt nach der genehmigungsfreien Auflage, bzw. stellen Sie ggf. eine Bauvoranfrage im "einfachen Verfahren". Nur zur Info: Es zählt dabei nicht nur die Abmessung, sondern auch der Abstand zum Nachbarn und die Art der Terrassenüberdachung.
  • Tipp 2: Bringen Sie auch gerne ein verfahrbares Glas-Schiebedach oder einfahrbares Lamellendach in das Gespräch. Primär geht es um zusätzlich versiegelte Flächen. Schnell zaubern ja die Bauherren aus dem Terrassendach einen Kaltwintergarten...
  • Tipp 3: Wenn so gar nichts geht, bleibt meistens nur noch die einfahrbare Pergolamarkise. Diese wird dann gerne mit seitlich einfahrbaren Wetterschutzrollos bestückt. Sie haben dann eine wetterfeste und eingehauste Terrasse, wie ein Zelt. Per Knopfdruck ist wieder alles frei, außer dem Gestell. Zum Beheizen empfehlen wir schwarze Infrarotstrahler oder Heizpilze.

Aufmaßfehler statt Weitsicht...

Am Anfang der Planung steht oftmals der Schutz vor aufkommenden Regen. Bisher war es lästig immer alles in Hektik wegräumen zu müssen. Somit steht das Aufmaß in der optimalen Breite, Ausladung und Höhe im Vordergrund. Bei der Höhe will man möglichst bis zum Dachkasten gehen um eine ideale vordere Durchgangshöhe zu erzielen.... Erst später in der Nutzung kommen das Theme Wind- und Sonnenschutz dazu. Und eine Aufglasmarkise passt nicht mehr dazwischen. Ein seitlicher und schräger Windschutz werden zum Problem.

Tipp vom Terrassendach-Ratgeber:

  • Zur Höhe: Lassen Sie sich ca. 20 cm Platz an der Wandseitenhöhe. Ihre vordere Durchgangshöhe ist idealerweise ca. 230 cm + Rahmen. Sollte das nicht möglich sein, können Sie das maximale Höhenmaß nutzen und später einen Unterglas-Sonnenschutz wählen. Eine weitere Alternative ist die Erhöhung des Terrassendaches in den Dachbereich. In jedem Fall sollten Sie aber die Reinigungsmöglichkeit der Verglasung am Wandprofil ermöglichen. Ansonsten sehen Sie immer einen dreckigen Bereich.
  • Seitlicher Allwetterschutz: Lassen Sie sich gleich, auch als Aussteifung, Terrassenüberdachungs-Keile einbauen. Somit haben Sie später einen geraden Anschlag für ein seitliches Allwetterschutz-Rollo oder eine reversible Verglasung.
  • Alternativer Sonnenschutz: Etwas teurer, aber ideal ist dann eine nur 12,5 cm hohe Terrassendach-Markise, die sogar von unten nach oben oder seitlich schräg fahren kann....

ungenügende Entwässerung

Die Entwässerung vom Terrassendach wird oft unterschätzt. Es macht ja auch ein wenig Arbeit und daher will man nicht zu viele Rohre verlegen...Viele gehen nur von einem bischen Niesel- statt auch dem "Starkregen" aus. Man staunt dann nur, wenn das Wasser nicht abfließen kann. Sie vermeiden auch unnötige Bauschäden und z.B. beim Doppelhaus Ärger mit dem Nachbarn. Es geht bei der Entwässerung immer um Wasserdichtheit, Wandanschlüsse, systembezogene innere Ablaufrinnen und natürlich den Gesamtablauf.

Tipp vom Terrassendach-Ratgeber:

In unserer Rubrik "Entwässerung einer Terrassenüberdachung" sind viele Optionen dargestellt.

mangelhafte Befestigung

"Hält" ist oft zu hören... Aber natürlich nur am Anfang und bei schönem Wetter, wenn man dieses Thema nicht fachgerecht angeht. Betrachten Sie in diesem Zusammenhang nicht nur das Risiko der Wandbefestigung. Auch wacklige Pfostenfundamente, unzureichende Bohrlochtiefen und nicht witterungsbeständige Befestigungstechnik sind äußerst kritisch.

Tipp vom Terrassendach-Ratgeber:

In unserer Rubrik Terrassendach-Montage finden Sie zahlreiche Hinweise. Zur richtigen Befestigung gehören auch witterungsfeste und gehärtete Schrauben sowie Dübeltechnik. Also billiger geht auch hier, d.h. aber nicht gleichwertig und fachgerecht....

zu beauftragende Firma

Zunehmend mehr rückt das Thema Liquidität und Stabiliät des VerkäufersT wieder in den Vordergrund. Das beginnt mit einer Vorkasseleistung, der Liefertreue und Garantiezeit. Was ist, wenn die Firma selbst in 5 Jahren nicht mehr existiert und bei Ihnen etwas quietscht, der Motor nicht funktioniert usw.? Auch im Internet tummeln sich Fakeshops. Weiterhin ist so manche Billigqualität von außen nicht gleich erkennbar.

Tipp vom Terrassendach-Ratgeber:

  • Tipp 1: Lassen Sie sich einen aktuellen Bonitätsnachweis vorlegen. Dieses kann z. B. eine aktuelle Zertifizierung der Creditreform sein.
  • Tipp 2: Prüfen Sie, wie lange das Unternehmen existiert und ob unbelastete Sachwerte,z.B. Immobilien, vorhanden sind.
  • Tipp 3: Lassen Sie sich den Nachweis erbringen, das der Betrieb das überhaupt darf. z. B. aktuelle Eintragung in der Handwerkskammer 2020.
  • Tipp 4:Vergleichen Sie die Aluminiumstärke des Gestelles. Genau daran erkennen Sie Billigfabrikate.2020.

Unterschätzung der Statik 

Zur Statik für Ihr Terrassendach gehören vor allem der Befestigungsuntergrund, die regionalen Windverhältnisse und Schneelasten. Oft wird dieses unterschätzt. Prüfen Sie daher die Druckfestigkeit unter den Pfosten und die Haltbarkeit bei einer Wandbefestigung unter Volllast. Nicht selten werden Terrassendächer auf einem Dach oder Garagenanbau montiert. Mit einer Terrassenüberdachung wird dieser Bereich einer ganz anderen Windlast ausgesetzt. Die meisten denken eher nur an die Abdichtung der Pfostenbereiche, statt der Statik.

Tipp vom Terrassendach-Ratgeber:

  • Tipp 1: Wenn Ihnen der Befestigungsuntergrund nicht vertraut ist, machen Sie bitte Probebohrungen an der Wand und im Boden. Wenn Sie keinen Widerstand, sondern Hohlräume oder Dämm-Materialien spüren, konsultieren Sie einen Fachmann oder schreiben uns. Im Baumarkt gibt es spezielle Einklebe-Befestigungstechnik für schwere Markisen.
  • Tipp 2: Lassen Sie sich das Gewicht Ihres Terrassendaches benennen. Fragen Sie ggf. Ihren Architekten oder Statiker, ob es Bedenken geben könnte...

falscher Sonnenschutz

Leider gibt es nicht "den" Sonnenschutz für alle Terrassenüberdachungen. Auch "viel hilft viel" ist hier nicht richtig. In der Komplexität sind Kosten, Effizienz, Querlüftung, Komfort, Multifunktion und Tageslichteinfall mit zu betrachten. Ansonsten kann man ja gleich alles mit dem stärksten Sonnenschutzglas versehen.

Tipp vom Terrassendach-Ratgeber:

  • Tipp 1: Tageslicht Nutzen Sie verstellbare Systeme, denn nicht immer benötigen Sie starken Hitze- und Blendschutz. Lassen Sie Tageslicht rein, wenn Sie es brauchen. Gerne spricht man beim Sonnenschutzglas von der Wärmereflexion und das man immer noch durchschauen kann. Aber das marktübliche Sonnenschutzglas absorbiert dauerhaft ca. 40 - 60 % Tageslicht. Selbst ein handelsübliches Isolierglas nimmt schon 10-20%. Profis bevorzugen daher "Weißglas".
  • Tipp 2: Richtige Dosierung Betrachten Sie Ihr Terrassendach ganzjährig. Nicht unüblich sind innen- und außenliegende Sonnenschutzanlagen. Vorteile: Wetterunabhängigkeit, Wartung und Reinigung.

Terrassendach-Eindeckung

Hinterher ist man schlauer. "Hätten wir mal lieber...". Das ist oft Zeugnis einer schlechten Beratung oder Zeugnis der unzureichenden Überlegungszeit. Zu bedenken dabei sind 1. Bekomme ich noch genügend Tageslicht? 2. Ist ein Sonnenschutz meiner Wahl nachrüstbar? 3. Komme ich überall ran zum Reinigen? 4. Ist es stabil genug, was z.B. die Schneelast betrifft?

Tipp vom Terrassendach-Ratgeber:

  • Tipp 1: Prüfen Sie erst Ihre individuelle Situation unter o. g. Gesichtspunkten.
  • Tipp 2: Lassen Sie sich umfangreich beraten oder belesen Sie sich hier im Terrassendach-Ratgeber.

Fundamente / Terrassenuntergründe

Fundamente sind oftmals falsch positioniert oder in den Abmessungen zu gering. Die Spätfolge sind wacklige Pfosten. Ähnlich, wie ein wackelnder Zahn. Die Bohrungen sollten ausreichend tief und zentriert möglich sein. Klassische Fehler sind leider auch in der Fundamenthöhe! Das Ergebnis sind Ausgleichsstücke unter dem Pfosten usw..

Tipp vom Terrassendach-Ratgeber:

  • Tipp 1: Ideal sind Fundamente mit 30x30 cm und 80 cm tief. Damit Sie das richtige Achsmaß für die späteren Bohrungen haben, lassen Sie sich vom Verkäufer einen Fundamentplan erstellen. Dieser ist marktüblich und kostenfrei.
  • Tipp 2: Auch die Höhenbündigkeit ist wichtig. Beachten Sie eventuelle Gefälle von 1-1,5 cm pro lfdm. Ausladung. Weiterhin spätere Aufbauten, wie Fliesen oder Dielen.
  • Tipp 3: Bei manchen Terrassenüberdachungen sind die Entwässerungsrohre nach unten ableitend. Erkundigen Sie sich nach dem Querschnitt der KG -Rohre und betonieren Sie diese gleich fachgerecht und ableitend mit ein. Alternativ finden Sie unter "Fundamente" Bsp. und Bezugsquellen für Fertig-Fundamente.

zukünftige Pflege

Bei der Neuanschaffung sieht noch alles schick und sauber aus. Man glaubt, eine wartungsfreie Terrassenüberdachung erwoben zu haben. Handelsübliche Maßanfertigungen haben rostfreie Gestelle, die nicht mehr gestrichen werden müssen. Eine Terrassenüberdachung ist aber nicht nur dem Regen und Schnee, sondern oftmals auch mit Laub und kleinen Ästen konfrontiert. Quietschgeräusche und Beschädigungen sind ansonsten die Folge.

Tipp vom Terrassendach-Ratgeber:

  1. Tipp 1: Regelmäßige Sichtkontrolle und Beseitigung von Ästen und Laub...
  2. Tipp 2: Mechanisch bewegliche Teile sind intervallmäßig auf Funktionsfähigkeit und barrierefreien Lauf zu prüfen. Bei Quietschgeräuschen ist die Ursache zu ermitteln und im Zweifelsfall mit "Silikonspray" gleitfähiger zu machen.
  3. Tipp 3: Kaufen Sie nur pulverbeschichtete, statt lackierte Gestelle. Diese sind wartungsfrei und rostbeständig.

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